Im Think Tank CornerStone, dem Think Tank Research for Leadership https://ttc-cornerstone.org/ beschäftigen uns die aktuellen Entwicklungen aus Sicht der Bibel. Im Bereich Masterplan https://ttc-cornerstone.org/masterplan-2/ sehen wir wie Gott plant und handelt. Wir können seine Architecture und Roadmap erkennen. Die Bibeltexte stammen aus der NGÜ Neuen Genfer Übersetzung https://neuegenferuebersetzung.de/
Einführung
In der Reihe Göttliche Leadership wollen wir im Blogbeitrag Göttliche Leadership Sendschreiben auf das schauen, wozu der Vater den Sohn beauftrag hat und was der Sohn durch seinen Engel seinem treuen Diener Johannes offenbart und schreiben lässt. Die Sendschreiben sind der erste Teil der Offenbarung mit Schreiben an die Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts.
Es ist eine Botschaft über (1) die göttliche Autorität und Leadership, (2) wie gut Jesus die Gemeinden kennt, (3) wie Jesus die Gemeinden beurteilt und (4) die göttliche Wegweisung und Verheissungen.
Der grösste Teil des Working Papers besteht daher aus Texten des Neuen Testaments, aus Aussagen, die insgesamt ein Bild für den göttlichen Masterplan und die Roadmap vom Ursprung bis zum Ziel ergeben.
Wie erfolgt Gottes Leadership in unsere Zeit? Mit dieser Frage befassen wir uns auf der Grundlage der Sendschreiben im letzten Teil. Es ist erstaunlich, wieviel Wegweisung und Ermutigung uns in den ersten 3 Kapiteln gegeben ist!
1 Göttliche Autorität und Leadership
1.1 Die Autorität des Absenders
JESUS stellt sich zu Beginn in seiner Grösse und Herrlichkeit vor. Es unterstreicht die göttliche Autorität, die hinter seinen Worten steht. Nachdem er wieder in den Himmel zurückgekehrt ist, bestätigen sich seine früheren Worte. Dies ist ein wichtiger Einblick für unsere Zeit, in der oft nicht das ganze Bild von JESUS gezeichnet wird.
Zu Beginn von Offenbarung 1 heisst es: In diesem Buch enthüllt Jesus Christus, was ihm von Gott über die Zukunft gezeigt worden ist. Gott hatte ihm den Auftrag gegeben, seine Diener wissen zu lassen, was kommen muss und schon bald geschehen wird. Deshalb sandte Jesus seinen Engel zu seinem Diener Johannes mit der Anweisung, ihn die zukünftigen Dinge sehen zu lassen. Offenbarung 1,1
»Ich bin das A und das O, ´der Ursprung und das Ziel aller Dinge`«, sagt Gott, der Herr, der ist, der war und der kommt, der allmächtige Herrscher. Offenbarung 1,8
Ich wandte mich um, weil ich sehen wollte, wessen Stimme es war, die ich hörte, und wer mit mir redete. Da sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern jemand, der aussah wie der Menschensohn. Er war mit einem Gewand bekleidet, das ihm bis an die Füße reichte, und trug ein breites goldenes Band um die Brust. Das Haar auf seinem Kopf war weiß wie schneeweiße Wolle, und seine Augen glichen lodernden Flammen.
Seine Füße glänzten wie Golderz, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme klang wie das Tosen einer mächtigen Brandung. In seiner rechten Hand hielt er sieben Sterne, und aus seinem Mund kam ein scharfes, beidseitig geschliffenes Schwert. Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne in ihrem vollen Glanz. Offenbarung 1,12-16
Bei seinem Anblick fiel ich wie tot vor seinen Füßen nieder. Doch er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: »Du brauchst dich nicht zu fürchten! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, aber jetzt lebe ich in alle Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel zum Tod und zum Totenreich. Offenbarung 1,17-18
Du wirst nun vieles gezeigt bekommen. Einiges davon betrifft die Gegenwart, anderes wird erst später geschehen. Schreibe alles auf! Ich will dir auch erklären,` welches Geheimnis sich hinter den sieben Sternen verbirgt, die du in meiner rechten Hand gesehen hast, und was die sieben goldenen Leuchter bedeuten: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden selbst.« Offenbarung. 1,19-20
1.2 Gott lässt den Gemeinden sagen
Jedes Sendschreiben beginnt mit einer Aussage über den Sender, die göttliche Autorität.
Ephesus: »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Ephesus: Der, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und zwischen den sieben goldenen Leuchtern umhergeht, lässt ´der Gemeinde` sagen: Offenbarung. 2,1
Smyrna: »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Smyrna: Der Erste und der Letzte, der, der tot war und wieder lebendig wurde, lässt ´der Gemeinde` sagen: Offenbarung. 2,8
Pergamon: »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Pergamon: Der, dem das scharfe, beidseitig geschliffene Schwert zur Verfügung steht, lässt ´der Gemeinde` sagen: Offenbarung. 2,12
Thyatira: »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Thyatira: Der Sohn Gottes, dessen Augen wie Feuerflammen lodern und dessen Füße wie Golderz glänzen, lässt ´der Gemeinde` sagen. Offenbarung. 2,18
Sardes: »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Sardes: Der, bei dem die sieben Geister Gottes sind und der die sieben Sterne in seiner Hand hält, lässt ´der Gemeinde` sagen. Offenbarung. 3,1
Philadelphia: »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Philadelphia: Der, der heilig ist, dessen Wort wahr ist und der den Schlüssel Davids hat – wenn er aufschließt, kann niemand zuschließen, und wenn er zuschließt, kann niemand aufschließen –, der lässt ´der Gemeinde` sagen: Offenbarung. 3,7
Laodizea: »Und an den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Der, der treu ist, der vertrauenswürdige und zuverlässige Zeuge, der Ursprung von allem, was Gott geschaffen hat – der lässt ´der Gemeinde` sagen. Offenbarung 3,14
Einsicht und Zuversicht
Jesus gibt uns vom Himmel aus Einsicht in die göttliche Autorität, das göttliche Wirken vom Ursprung bis zum Ziel! Aus seinem himmlischen Stand, als Erster und Letzter nimmt er uns mit, um uns die Geheimnisse zu erklären. Er, der tot war und lebendig ist. Der dem das beidseitig geschliffene Schwert gegeben ist, der heilig ist und dessen Wort wahr ist. Er der treu, vertrauenswürdig und zuverlässig ist, der der zu uns schaut und zur Gemeinde spricht.
Der Blick auf die göttlich Autorität gibt uns Zuversicht, Sicherheit und Teilhabe, jetzt und in Ewigkeit.
2 Botschaften an die Gemeinden
Jesus richtet direkte Botschaften an 7 Gemeinden.
2.1 Jesus kennt die Gemeinden
Jesus Christus schaut zu den Gemeinden. Er kennt sie erstaunlich gut.
Ephesus: Ich weiß, wie du lebst und was du tust; Ich kenne deinen unermüdlichen Einsatz und deine Ausdauer. Ich weiß auch, dass du niemand in deiner Mitte duldest, der Böses tut, Ja, du hast Ausdauerbewiesen und hast um meines Namens willen viel ausgehalten. Offenbarung. 2,2-3
Smyrna: Ich weiß, wie hart du bedrängt wirst und in welcher Armut du lebst. Ich weiß auch, wie sehr du von Leuten verhöhnt und verleumdet wirst. Offenbarung. 2,9
Pergamon: Ich weiß, dass dort, wo du wohnst, der Thron des Satans steht. Und trotzdem hältst du am Bekenntnis zu mir fest; du hast deinen Glauben an mich nicht verleugnet. Offenbarung. 2,13
Thyatira: Ich weiß, wie du lebst und was du tust. Ich kenne deine Liebe, deinen Glauben, deine Hilfsbereitschaft und deine Ausdauer. Ich weiß auch, dass du heute sogar noch mehr tust als früher. Offenbarung. 2,19
Sardes: Ich weiß, wie du lebst und was du tust. Du stehst im Ruf, eine lebendige Gemeinde zu sein, aber in Wirklichkeit bist du tot. Offenbarung. 3,1 xxx
Philadelphia: Ich weiß, wie du lebst und was du tust: Du hast nur wenig Kraft, aber du hast dich nach meinem Wort gerichtet und dich unerschrocken zu meinem Namen bekannt. Darum habe ich eine Tür vor dir geöffnet, die niemand zuschließen kann. Ich werde sogar dafür sorgen, dass Leute aus der Synagoge des Satans zu dir kommen und sich vor dir niederwerfen. Offenbarung. 3,8-9
Laodizea: Ich weiß, wie du lebst und was du tust; ich weiß, dass du weder kalt noch warm bist. Wenn du doch das eine oder das andere wärst! Offenbarung. 3,15-16
Offensichtlich begleitet Jesus die Gemeinden. Er sagt jeder Gemeinde, dass er um sie weiss, dass er ihre spezielle Situation kennt. Er lobt Ausdauer, Standhaftigkeit, Liebe und die Ausrichtung nach seinem Wort. Jesus beklagt aber auch die Lauheit. Wir sehen, in welcher persönlichen Beziehung Jesus zu den Gemeinden steht.
2.2 Jesus beurteilt die Gemeinden
Zur Beurteilung der Gemeinden zeigt Jesus neben der Anerkennung auch deutlich die Verfehlungen und Abweichungen, die Sünden in den einzelnen Gemeinden auf.
Ephesus: Doch einen Vorwurf muss ich dir machen: Du liebst mich nicht mehr so wie am Anfang. Erinnerst du dich nicht, wie es damals war? Wie weit hast du dich davon entfernt! Kehr um und handle wieder so wie am Anfang! Wenn du nicht umkehrst, werde ich mich gegen dich wenden und deinen Leuchter von seinem Platz stoßen. Offenbarung. 2,4-5
Smyrna: Doch du wirst ´noch mehr` leiden müssen. Es wird so weit kommen, dass der Teufel einige von euch ins Gefängnis werfen lässt. Das wird eine harte Prüfung für euch sein, und ihr werdet zehn Tage lang Schweres durchmachen. Lass dich durch das alles nicht erschrecken! Bleibe mir treu, selbst wenn es dich das Leben kostet, und ich werde dir als Siegeskranz das ewige Leben geben. Offenbarung. 2,11
Pergamon: Doch einen Vorwurf kann ich dir nicht ersparen: Du duldest in deiner Mitte Anhänger der Lehre Bileams. Bileam hatte Balak den Rat gegeben, die Israeliten zum Essen von Opferfleisch, das den Götzen geweiht war, und zu sexueller Zügellosigkeit zu verführen und sie dadurch zu Fall zu bringen. Doch auch bei dir gibt es Leute wie Bileam: Es sind Anhänger der Lehre der Nikolaiten. Darum ´sage ich dir`: Kehre um! Wenn du nicht umkehrst, werde ich nicht zögern, mich gegen dich zu wenden und mit dem Schwert, das aus meinem Mund kommt, gegen diese Leute Krieg zu führen. Offenbarung. 2,14-16
Thyatira: Doch einen Vorwurf muss ich dir machen: Du lässt diese Isebel, die behauptet, eine Prophetin zu sein, ungehindert gewähren. Und dabei verführt sie mit ihrer Lehre meine Diener zu sexueller Zügellosigkeit und zum Essen von Opferfleisch, das den Götzen geweiht wurde. Offenbarung. 2,20
Sardes: Wach auf und stärke, was noch am Leben ist, damit es nicht auch stirbt. Denn ich musste feststellen, dass das, was du tust, nicht vor meinem Gott bestehen kann. Erinnerst du dich nicht, wie bereitwillig du das Evangelium aufnahmst und auf seine Botschaft hörtest? Richte dich wieder nach ´meinem Wort` und kehre um! Wenn du jedoch weiterhin schläfst, werde ich dich wie ein Dieb überraschen und zu einem Zeitpunkt kommen, an dem du nicht mit mir rechnest. Offenbarung. 3.2-3
Philadelphia: Weil du dich an meine Aufforderung gehalten hast, standhaft zu bleiben, werde auch ich zu dir halten und dich bewahren, wenn die große Versuchung über die Welt hereinbricht, jene Zeit, in der die ganze Menschheit den Mächten der Verführung ausgesetzt sein wird. Ich komme bald. Halte fest, was du hast! Lass dich von niemand um deinen Siegeskranz bringen! Offenbarung. 3,10-11
Laodizea: Aber weil du weder warm noch kalt bist, sondern lauwarm, werde ich dich aus meinem Mund ausspucken. Du sagst: ›Ich bin reich und habe alles im Überfluss, es fehlt mir an nichts‹, und dabei merkst du nicht, in was für einem jämmerlichen und erbärmlichen Zustand du bist – arm, blind und nackt. Ich rate dir: Kaufe bei mir Gold, das im Feuer gereinigt wurde, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du etwas anzuziehen hast und nicht nackt dastehen und dich schämen musst. Kaufe auch Salbe und streiche sie dir auf die Augen, damit du wieder sehen kannst. So mache ich es mit allen, die ich liebe: Ich decke auf, was bei ihnen verkehrt ist, und weise sie zurecht. Darum mach Schluss mit deiner Gleichgültigkeit und kehre um! Offenbarung. 3,16-19
Wir sehen, wie Jesus in Offenheit und Klarheit über Abweichungen und Sünden zu den einzelnen Gemeinden spricht. Drei Gemeinden sagt er, dass er Ihnen einen Vorwurf machen muss. Er ruft dazu auf nicht weiter zu schlafen, aufzuwachen, nicht länger gleichgültig zu sein und er ruft immer wieder auf umzukehren und Gold und Salbe bei ihm zu kaufen. Jesus sagt auch, dass er nicht zögert, sich gegen sie zu wenden und den Leuchter vom Platz zu stossen.
Er sagt uns, dass er aufdeckt, was verkehrt ist und zurecht weist. Darum sollen wir umkehren. Eine Botschaft, mit der wir uns in Kapitel 3 weiter beschäftigen werden.
2.3 Jesus über die göttlichen Verheissungen
Alle Gemeinden werden ermutigt. Alle Gemeinden haben dieselbe Möglichkeit das Ziel zu erreichen! Schauen wir auf die Verheissungen und den Weg zum Ziel.
Ephesus: Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, werde ich vom Baum des Lebens zu essen geben, der im Paradies Gottes steht.« Offenbarung 2,7
Smyrna: Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, kann der zweite Tod nichts anhaben.« Offenbarung 2,11
Pergamon: Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, werde ich von dem Manna zu essen geben, das ´jetzt noch` verborgen ist. Und ich werde ihm einen weißen Stein geben, in den ein neuer Name eingraviert ist, den niemand kennt außer dem, der ihn bekommt.« Offenbarung. 2,17
Thyatira: Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht und bis zuletzt nicht aufhört, so zu handeln, wie ich es will, werde ich Macht über die Völker geben, sodass er mit eisernem Zepter über sie regieren und sie wie Tongeschirr zerschmettern wird. Ich verleihe ihm damit dieselbe Macht, die auch ich von meinem Vater bekommen habe. Und ´als Zeichen dieser Macht` werde ich ihm den Morgenstern geben. Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!« Offenbarung. 2,26-28
Sardes: Aber es gibt bei euch in Sardes einige, die ihre Kleider nicht beschmutzt haben. Sie werden einmal in weißen Festgewändern ´im Triumphzug` neben mir hergehen; sie sind es wert.5 Jedem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, wird ein weißes Festgewand angelegt werden. Und ich werde seinen Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen, sondern mich vor meinem Vater und seinen Engeln zu ihm bekennen. Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!« Offenbarung 3,4-6
Philadelphia: Ich komme bald. Halte fest, was du hast! Lass dich von niemand um deinen Siegeskranz bringen! Den, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, werde ich zu einem Pfeiler im Tempel meines Gottes machen, und er wird seinen Platz für immer behalten. Und auf seine Stirn werde ich den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalems, das von ihm aus dem Himmel herabkommen wird, und meinen eigenen neuen Namen. Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!« Offenbarung 3,11-13
Laodizea: Dem, der siegreich aus dem Kampf hervorgeht, werde ich das Recht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich den Sieg errungen habe und jetzt mit meinem Vater auf seinem Thron sitze. Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt!« Offenbarung 3,21-22
Jesus hat das Ziel vor Augen. Er ermutigt die Gemeinden zu hören und auf das zu achten, was der Geist den Gemeinden zu sagen hat, um siegreich aus dem Kampf hervorzugehen! Das ist die durgehende Botschaft an alle Gemeinden. Daraus erfolgt die Einlösung der Verheissungen, mit ihm im Haus des Vaters zu leben und an seinem Sieg teilzuhaben, mit ihm auf seinem Thron zu sitzen. Es ist die Lebensgemeinschaft, unsere vollkommende Übereinstimmung mit dem Vater, dem Sohn und dem Heilgen Geist für alle Zeiten und in Ewigkeit!
3 Gottes Leadership in unserer Zeit
Zu Beginn der Offenbarung erhalten wir eine wichtige Wegweisung: „Du wirst nun vieles gezeigt bekommen. Einiges davon betrifft die Gegenwart, anderes wird erst später geschehen. Schreibe alles auf!“ Offenbarung 1,19 Die Sendschreiben beziehen sich auf eine aktuelle Situation von Gemeinden und auf spätere Zeiten.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die Aussagen von Jesus Christus grundlegende Wegweisungen beinhalten und wichtige Aussagen aus dem Haus des Vaters über das Wirken von Vater, Sohn und Heiligem Geist in den Gemeinden beinhalten und somit auch für uns von Bedeutung sind, uns Sicherheit auf dem Weg zum Ziel geben. Es sind Referenzpunkte zu Orientierung, zum Wachen und zum Überwinden des Bösen. Dabei geht es um die Gemeinschaft, die Beziehung, wie Jesus sie uns gelehrt hat.
3.1 Göttliche Autorität
Die Offenbarung beginnt mit einer Beschreibung der göttlichen Autorität und Leadership, dem Gott, von Ursprung und Ziel, der Alles geplant hat und die Zeiten setzt. Mit dieser Grundaussage beginnt jeder der 7 Briefe an die Gemeinden.
Sind wir uns dieser göttlichen Autorität bewusst, wenn wir die Botschaften des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes lesen, hören und sie auf uns wirken lassen? Das Unsichtbare bewirkt das Sichtbare. Oft wird aber das Sichtbare, das für uns Logische, das für uns Verständliche als Massstab angewandt. Doch Gottes Wirken, Gottes Botschaften sind mehr. Sie sollen unser Denken erweitern, unsere Beziehung zum Vater, zum Sohn Gottes und zum Heiligen Geistes stärken, uns auf Gottes Gedanken und Ziel ausrichten. Es ist wichtig, die einzelnen Botschaften so auf uns wirken zu lassen, um uns nicht von anderen Gedanken verführen zu lassen.
Unsere Gottesperspektive bestimmt unsere Aufnahmebereitschaft, wie wir hören und wie wir darauf achten.
3.2 Jesus kennt die Gemeinden
Wir sehen, dass Jesus die einzelne Gemeinde gut kennt und sie daher auch ganz persönlich ansprechen kann. In jedem Brief beginnt die Ansprache der Gemeinde mit: Ich weiss …
Es ist das Wissen um die Situation, eine Beschreibung des Zustandes. Jesus lobt die Gemeinden für ihren unermüdlichen Einsatz, für ihre Ausdauer, für ihr Bekenntnis, ihre Liebe, ihren Glauben, ihre Unerschrockenheit und Treue zu seinem Wort. Er bemängelt aber auch bei einer Gemeinde, dass sie in Wirklichkeit tot ist und bei einer anderen, dass sie weder kalt noch warm ist.
Wir erkennen, dass Jesus um uns weiss und es ihm um die persönliche Beziehung zu ihm geht, so wie er es auch zu seiner Zeit auf Erden gelehrt und gelebt hat. Diesen Wunsch Jesu sollten wir vor Augen haben und uns darauf ausrichten, er will in uns sein, wir in ihm. Das ist nochmals eine Bestätigung vom Himmel aus.
3.3 Jesu Urteil über die Gemeinden
Ausgehend von seiner Kenntnis und Beziehung spricht Jesus klar und offen über die Gemeinde. In drei Briefen beginnt die Beurteilung mit einem Vorwurf und Aufdeckung von Missständen. Es folgt die Aufforderung umzukehren. Jesus führt klar aus, worin die Umkehr bestehen soll und was zu tun ist. Dabei macht er auch deutlich, welche Folgen es hat, nicht umzukehren.
Wir sehen, dass Umkehr eine Aufforderung ist, die nicht nur am Beginn steht, sie kann auch Gemeinden betreffen, die länger unterwegs sind und die, wie wir im vorigen Abschnitt gesehen haben, für vieles zu loben sind und für die es Anerkennung findet. Gemeindeleben ist ein fortlaufender Prozess. Was einmal gut war, bleibt nicht automatisch gut. Es bedarf des Hörens und Beachtens, wie wir es im nachfolgenden Abschnitt finden.
Jesus sieht in seiner Beurteilung auch die Gemeinden, die in diesem Prozess stehen, die resilient gegenüber den Einflüssen von aussen sind und sich nicht verführen lassen. Er ermutigt sie weiter in dem zu stehen und nicht zu erschrecken und treu zu bleiben, auch wenn es weiter durch schwierige Zeiten geht. Umkehr und Standhaftigkeit, eine Botschaft für alle Zeiten, auch für unsere Zeit!
3.4 Verheissungen für alle Gemeinden
In allen sieben Briefen heisst es: Wer bereit ist zu hören, achte auf das, was der Geist den Gemeinden sagt! In den Briefen der Apostel können wir sehen, wie diese Aussage gelebt wird. In dem vielfältigen Wirken des Heiligen Geistes, als Geschenk, wie er erforscht, lehrt und befähigt. Die Gedanken Jesu zu erkennen, zu urteilen, sich von ihm bestimmen zu lassen und zu ertragen, ja Anteil am Heilgen Geist zu haben. Die Aufforderung Jesu zu hören und zu achten, was der Geist den Gemeinden zu sagen hat, hat einen klaren Hintergrund. In einer Zeit, in der wir dauernd auf Empfang sind, um zu hören, aber wenig Zeit und Raum haben auf das zu hören, was der Geist den Gemeinden sagt, ist dies ein zentraler Punkt für unser Leben, miteinander zu erleben, zu gestalten und zu ermutigen im Kampf zu bestehen, um das Ziel, die Verheissungen, zu erreichen.
Im nächsten Blogbeitrag „Gottes Leadership ÜBEREINSTIMMUNG“ erfolgt im Kapitel „Zeugnis der Apostel und der Gemeinden“ eine Vertiefung des Lebens der neutestamentlichen Gemeinden mit Bibeltexten aus den Briefen des Neuen Testaments.
Zu hören und darauf zu achten, was der Geist den Gemeinden zu sagen hat ist eine verlässliche Botschaft, kompakt, authentisch aus dem Haus des Vaters, gültig auch für die Zeit der Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts und der späteren Zeit, der Zeit, in der wir leben. Sie ist eine verlässliche Anleitung, um im Kampf zu bestehen, um mit Jesus das Ziel, die Verheissungen Gottes zu erreichen, in den Verheissungen zu leben.
Es ist auch eine gute Einstimmung, Perspektive für die weiteren Kapitel der Offenbarung. Lassen wir die Sendschreiben auf uns wirken und die Botschaften für unsere Zeit beachten.
Bibeltexte NGÜ mit freundlicher Genehmigung der Genfer Bibelgesellschaft https://bibelgesellschaft.com/de
Bild und Schriftzug: Lydia Caviezel, https://schoen-schreiberei.ch/


